Beim Licht lässt sich im Haushalt mit wenig Aufwand Strom sparen: Glüh- und Halogenlampen durch LED zu ersetzen, senkt den Verbrauch laut Verbraucherzentrale NRW um bis zu 90 Prozent, und passende Lampen gibt es für jede Fassung. Mit allen ihren Spartipps zusammen halten die Verbraucherzentralen eine um bis zu 50 Prozent niedrigere Stromrechnung für möglich.
Wer im Ruhrgebiet persönliche Hilfe sucht, findet sie etwa in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale an der Dortmunder Reinoldistraße, die auch zum Stromsparen berät. Die Stadt Bochum verweist auf ihrer Seite zur Beleuchtung auf den kostenlosen Stromspar-Check.
Was auf der Packung steht
Die Wattzahl allein sagt bei LED wenig, rät die Verbraucherzentrale NRW, wichtiger sind die Helligkeit in Lumen und die Lichtfarbe in Kelvin. Zum Vergleich: Eine frühere 60-Watt-Glühbirne brachte es auf etwa 700 Lumen. Wie effizient eine Lampe ist, ergibt sich aus Lumen geteilt durch Watt, im Beispiel der Verbraucherzentrale sind 809 Lumen bei 12 Watt gleich 67,4 Lumen pro Watt. Den Verbrauch für 1.000 Betriebsstunden in Kilowattstunden nennt die Verpackung ebenfalls.
Das Energielabel ordnet Lampen in die Klassen A bis G ein, und selbst LED in den unteren, roten Klassen brauchen nur wenig Strom. Ein QR-Code auf dem Label führt zum Datenblatt in der EU-Produktdatenbank EPREL, die nach Angaben des Umweltbundesamts mehr als 500.000 Lichtquellen enthält.
Welches Licht wohin passt
Für gemütliches Licht im Wohnzimmer empfiehlt die Verbraucherzentrale warmweiße 2.500 bis 2.700 Kelvin, am Arbeitsplatz 4.000 bis 6.500 Kelvin. In Küche und Essbereich sollte die Farbwiedergabe, angegeben als Ra- oder CRI-Wert, über 90 liegen und generell nicht unter 80. Im Treppenhaus und im Bad, wo oft geschaltet wird, sollte eine Lampe mindestens 50.000 Schaltvorgänge aushalten.
Wer indirektes Licht mit Dimmern oder Trafos plant, sollte vorher prüfen, ob die Technik zu LED passt. Viele LED sind nicht dimmbar, und an herkömmlichen Dimmern können sie flackern oder dunkel bleiben. Wird bei alten Halogensystemen die Mindestlast des Trafos unterschritten, arbeitet das System mit LED unter Umständen nicht mehr richtig, im Zweifel muss es komplett getauscht werden. Steh- und Tischlampen mit Netzteil ziehen häufig auch ausgeschaltet Strom, für solche Geräte nennt die Verbraucherzentrale 0,5 bis 10 Watt und rät, den Stecker zu ziehen oder eine abschaltbare Steckdosenleiste zu nutzen.
Was der Wechsel bringt
Die Verbraucherzentrale NRW hat eine Halogenlampe mit einer LED gleicher Helligkeit von etwa 700 Lumen verglichen: Bei knapp drei Stunden Licht am Tag, rund 1.000 Stunden im Jahr, spart die LED in zehn Jahren mehr als 100 Euro Stromkosten. Gerechnet hat sie mit einem Arbeitspreis von 35 Cent je Kilowattstunde (Stand der Seite: Februar 2025). Die meisten LED halten etwa 25.000 Betriebsstunden, das sind bei durchschnittlich 2,7 Stunden Licht täglich mehr als 25 Jahre. Halogenlampen sollte man laut Verbraucherzentrale auch dann früh ersetzen, wenn sie noch funktionieren, sofern der Tausch technisch kein Problem ist.
Der einfachste Tipp bleibt, das Licht auszuschalten, wenn niemand es braucht. Alte LED- und Leuchtstofflampen sind laut Umweltbundesamt Elektrogeräte und müssen getrennt vom übrigen Abfall gesammelt werden, abgeben lassen sie sich kostenlos am Wertstoffhof oder im Handel. Kaputte Energiesparlampen enthalten Quecksilber und dürfen deshalb nicht per Post an Rücknahmestellen geschickt werden.
Auf einen Blick
- LED statt Glüh- oder Halogenlampe: bis zu 90 Prozent weniger Strom
- Helligkeit: Eine 60-Watt-Glühbirne entsprach etwa 700 Lumen
- Lichtfarbe: Wohnzimmer 2.500 bis 2.700 Kelvin, Arbeitsplatz 4.000 bis 6.500 Kelvin
- Beratung: Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Dortmund, Stromspar-Check in Bochum
Eigene Einschätzung
Der Wechsel zu LED ist beim Stromsparen der einfachste Schritt, und wer noch Halogenstrahler oder alte Trafosysteme nutzt, sollte ihn nicht aufschieben. Bei indirektem Licht mit LED-Streifen lohnt der Blick auf Dimmer und Netzteil vor dem Kauf, sonst flackert es, oder Strom fließt auch im ausgeschalteten Zustand. Wer unsicher ist, was sich im eigenen Haushalt lohnt, fährt mit einer unabhängigen Beratung besser als mit Werbeversprechen auf der Packung.
Quellen
- LED-Lampen: Worauf Sie beim Kauf achten sollten | Verbraucherzentrale NRW (abgerufen am 21.10.2026)
- Licht | Umweltbundesamt (abgerufen am 21.10.2026)
- Beleuchtung | Stadt Bochum (abgerufen am 21.10.2026)
- Strom sparen im Haushalt: Einfache Tipps | Verbraucherzentrale NRW (abgerufen am 21.10.2026)
- Verbraucherzentrale NRW e.V., Beratungsstelle Dortmund | dortmund.de (abgerufen am 21.10.2026)
Die Redaktion hat diesen Beitrag mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Jede Zahl und jede Tatsachenangabe wurde vor der Veröffentlichung mit der genannten Quelle abgeglichen. Die „Eigene Einschätzung“ ist ein Kommentar der Redaktion.

