Recklinghausen: Moorschutz-Tagung in der bundesweiten Themenwoche zum Klimaschutz

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Düsseldorf – Das ANK-Regionalbüro NRW lädt am 8. Oktober 2026 nach Recklinghausen zu einer Tagung über Moorschutz ein. Sie gehört zur bundesweiten Themenwoche des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK), die vom 7. bis zum 14. Oktober 2026 läuft. Das teilte das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW mit.

Tagung zum Moorschutz in NRW

Die Veranstaltung trägt den Titel „Natürlicher Klimaschutz in der Praxis – Moorschutz in NRW“. Dort treffen Akteurinnen und Akteure des Moorschutzes aus NRW aufeinander. Zudem wird dargestellt, welche Möglichkeiten Moore für Klima und Natur bieten. In Workshops sollen Umsetzungshemmnisse benannt werden. Lösungsansätze werden anhand guter Beispiele diskutiert. Zum Programm zählen sowohl der Moorschutz als Teil des Naturschutzes als auch die Paludikultur, das heißt die Bewirtschaftung nasser Böden.

NRW-Umweltminister Oliver Krischer sagte, wo Natur wiederhergestellt werde, nütze das auch dem Klimaschutz und der Klimaanpassung. Das Land treibe dies systematisch voran und suche die Bereiche, in denen sich mehrfach Vorteile ergeben könnten. Er freue sich, dass der Bund das Land dabei künftig unterstützen wolle.

Das Programm der Themenwoche

Zahlreiche ANK-Projekte öffnen in dieser Zeit bundesweit ihre Türen, vor Ort oder online. Es geht darum, wie Moore, Wälder oder Böden helfen können, dem Klimawandel vorzubeugen und zugleich seine Folgen abzufedern. Zu den Angeboten zählen eine Wanderung im Moor zu neuen Bewirtschaftungsformen nasser Moore und Ausstellungen über Seegraswiesen und Meeresschlick, die große Mengen Kohlenstoff speichern. Dazu kommen Aktionen, bei denen gepflasterte Flächen in Städten entsiegelt werden. Neue Grünflächen sollen so die Umgebung kühlen und Regenwasser aufnehmen. Das Motto lautet „Natur stärken – Klima schützen“.

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Den Höhepunkt bildet ein Aktionstag am 10. Oktober 2026, einem Samstag. Rund 50 ANK-Projekte bieten dann Mitmachaktionen und Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger an. Zwölf Projekte aus den Küstenregionen bündeln ihre Aktionen unter dem Thema „Klimaschützer Meer“. Weitere Aktivitäten laufen online unter #ANKWoche26.

Abgeschlossen wird die Woche am Mittwoch, 14. Oktober 2026, mit einer zentralen Veranstaltung im Bundesumweltministerium in Berlin. Sie richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Praxis. Im Vordergrund stehen Impulse aus der Praxis. Die Woche wird vom Bundesumweltministerium (BMUKN), vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) und vom Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz (KNK) ausgerichtet.

Carsten Schneider, der Bundesumweltminister, sagte: „Die Natur ist unsere beste Verbündete im Einsatz gegen den Klimawandel.“ BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm sagte, mehr als 13.000 kleinere und größere Vorhaben würden im Programm bereits gefördert. Beteiligt seien Kommunen, Land- und Forstwirtschaft, Umweltverbände, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Privatpersonen.

Das Bundesumweltministerium fördert mit dem ANK Maßnahmen, die Klimaschutz und die Wiederherstellung vielfältiger Ökosysteme zusammenbringen. Die Bundesregierung stellt dafür rund vier Milliarden Euro bereit, um Klimaschutz im Landnutzungssektor voranzubringen, etwa für nasse Moore, Wälder, Böden, Auen, Flüsse, Meere und naturnahe Grünflächen in besiedelten Gebieten.

Das Wichtigste

  • Themenwoche: 7. bis 14. Oktober 2026, bundesweit und online unter #ANKWoche26
  • Moorschutz-Tagung: 8. Oktober 2026 in Recklinghausen, veranstaltet vom ANK-Regionalbüro NRW
  • Aktionstag: Samstag, 10. Oktober 2026, rund 50 ANK-Projekte bundesweit
  • Abschlussveranstaltung: Mittwoch, 14. Oktober 2026, Bundesumweltministerium in Berlin

Unser Blick

Für Interessierte aus dem Ruhrgebiet ist die Recklinghäuser Tagung der naheliegende Anknüpfungspunkt, auch wenn sie sich erkennbar an Fachleute richtet. Offen lässt die Mitteilung, ob und wie sich Bürger dafür anmelden können und welche Moore in NRW konkret gemeint sind. Wer bei den Mitmachaktionen dabei sein will, sollte die Angebote online prüfen.

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