Marl und Recklinghausen: Polizei zeigt nach Krawallen deutlich mehr Präsenz

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Recklinghausen – Nach mehreren Vorfällen mit Jugendgruppen in Marl-Hüls und der Recklinghäuser Innenstadt will die Polizei in beiden Städten ab sofort deutlich verstärkt auftreten. Das teilte das Polizeipräsidium Recklinghausen mit. Die Beamten wollen damit weitere Störungen verhindern, bei Verstößen und Straftaten konsequent eingreifen und das Sicherheitsgefühl der Menschen stärken.

Was bisher geschah

Am Samstag hatten sich Jugendliche in Marl-Hüls getroffen. Am Abend warfen sie Feuerwerkskörper, darunter auch in Richtung eines Feuerwehr-Einsatzwagens, außerdem steckten sie eine Mülltonne in Brand. Erneut zogen am Montagabend Jugendgruppen durch Marl-Hüls und die Recklinghäuser Innenstadt. In Marl brannte wieder eine Mülltonne, in Recklinghausen flog Pyrotechnik, unter anderem in ein Einkaufszentrum. Verletzt wurde bei diesen Vorfällen niemand.

Verfahren und Kontrollen

Die Polizei leitete Strafverfahren wegen Widerstands und Sachbeschädigung durch Feuer ein. In Recklinghausen fanden die Beamten am Montagabend bei zwei Jugendlichen im Alter von 15 und 16 Jahren illegale Pyrotechnik. Beide kamen mit zur Wache, gegen sie laufen Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Mehrere Dutzend Jugendliche kontrollierten die Einsatzkräfte in den vergangenen Tagen insgesamt, sie nahmen die Personalien auf und erteilten Platzverweise. Danach beruhigte sich die Lage an beiden Abenden, weitere Einsätze gab es nicht.

Die Jugendlichen sind nach Angaben der Polizei zwischen 14 und 18 Jahre alt und kommen überwiegend aus Marl und Recklinghausen. Die Ermittler klären auch, welcher der angetroffenen Jugendlichen welche Taten begangen hat.

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Was die Polizei jetzt plant

Mit jedem vor Ort angetroffenen Jugendlichen führt die Polizei derzeit eine Gefährderansprache. Dabei werden die Folgen und Konsequenzen des Handelns aufgezeigt. Außerdem prüft sie Bereichsbetretungsverbote. Die verstärkte Präsenz soll es zudem ermöglichen, flexibel auf Ereignisse zu reagieren und entschlossen gegen größere Personengruppen vorzugehen. Die Polizei steht dazu fortlaufend in engem Austausch mit der Stadt Marl.

Was zuletzt vorgefallen ist, fließt in die Planungen für die Halloween-Nacht ein, die ohnehin schon laufen. Gemeinsam mit der Stadt hatte die Polizei in früheren Jahren bereits mehrere Maßnahmen angestoßen. Größere Vorkommnisse gab es in der letzten Halloween-Nacht demnach kaum, sie blieb weitgehend friedlich.

Unser Blick

Gefährderansprachen und mögliche Betretungsverbote setzen auf Abschreckung und Ansprache zugleich, das ist bei Jugendlichen ein sinnvoller Ansatz. Offen bleibt, wie lange die verstärkte Präsenz anhalten soll und was die Stadt abseits der Polizeiarbeit unternimmt. Anwohner sollten Brände und Feuerwerk, die andere gefährden, melden und nicht selbst eingreifen.

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