Unna – Unternehmen aus der Region können sich am Donnerstag, 19. November 2026, in Hamm über Wege zu klimafreundlicher Energieversorgung informieren. Dort findet die Westfälische Energiekonferenz statt, zu der der Kreis Unna gemeinsam mit Partnern einlädt, teilte die Kreisverwaltung Kreis Unna mit.
Wer einlädt und worum es geht
Als Gastgeber treten der Kreis Unna sowie die Städte Dortmund und Hamm auf. Sie laden in Kooperation mit der Wasserstoffallianz Westfalen und dem Projekt In|Die RegionWestfalen ein. Die Konferenz richtet sich an Betriebe, die in klimafreundliche Technologien investieren wollen, aber oft nicht wissen, wie sie den Umbau erfolgreich beginnen. Das gilt laut Mitteilung für große Konzerne ebenso wie für kleine und mittlere Unternehmen.
Landrat Mario Löhr sagte zum Anliegen: „Die Energiewende gelingt nur gemeinsam. Mit der Westfälischen Energiekonferenz bieten wir unseren Unternehmen eine praxisnahe Plattform, um den Wandel aktiv zu gestalten, voneinander zu lernen und Technologien wie Wasserstoff oder moderne Speicher direkt in die Anwendung zu bringen.“
Themen und Programm
Die Konferenz widmet sich der Wasserstoffeinfuhr und der eigenen Wasserstoffproduktion, außerdem Ökostrom, Energiespeichern und intelligenten Stromnetzen (Smart Grids). Unternehmen, Institutionen und Wissenschaft der Region sollen diese Themen besser verstehen und ihre Strategien für Energieversorgung und Dekarbonisierung passgenau umsetzen können. Zusammen mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik soll zudem eine zukunftsfähige Energiewertschöpfungskette im westfälischen Ruhrgebiet entstehen. Dazu gibt es praxisnahe Beispiele und erprobte Business Cases. Auf dem Programm stehen Impulsvorträge sowie Fachvertiefungen (Deep-Dives) rund um Wasserstoff und Lastmanagement.
Beiträge aus dem Kreis Unna
Mehrere Referenten geben Einblick in laufende Projekte:
- André Müller vom 5-Standorte-Projektbüro der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Unna und Projektentwickler Markus Kamann von der ZEUS GmbH stellen die Vorstudie zur Lehrfabrik Wasserstoff und Smart Grid vor. Im Kreis Unna soll ein Ausbildungszentrum entstehen, in dem Fachkräfte den praktischen Umgang mit Wasserstoff und intelligenten Stromnetzen lernen können.
- Martin Kolander, Geschäftsführer der Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft mbH, hält den Vortrag „Engpassfaktor Energie – Eine Chance für Speichertechnologien“ und schildert, wie Eisspeicher in der Praxis genutzt werden.
- Jürgen Subkowiak, General Manager bei der DACHSER SE, befasst sich mit der Energieversorgung von Logistikstandorten und dem dortigen Lastmanagement.
- Prof. Dr. Karl-Georg Steffens vom Institut für postfossile Logistik in Münster präsentiert das Projekt TRANSLOG UN. Es soll Logistikunternehmen im Kreis Unna dabei helfen, ihre Flotten zu dekarbonisieren, und voraussichtlich im kommenden Jahr starten.
Sowohl die Lehrfabrik als auch das Transformationscluster TRANSLOG UN sollen mit Mitteln des 5-StandortProgramms gefördert werden. Nach dem Programm folgt eine exklusive Exkursion zum Trianel-Gaskraftwerk.
Das Wichtigste
- Termin: Donnerstag, 19. November 2026, 09:30 bis 15:00 Uhr
- Veranstaltungsort ist das Heinrich-von-Kleist-Forum in Hamm
- Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos
- Anmeldung und Infos unter: www.westfaelische-energiekonferenz.de
- Fragen: [email protected]
Unser Blick
Für Betriebe, die beim Thema Energie noch nicht wissen, wo sie anfangen sollen, ist ein kostenfreier Tag mit Praxisbeispielen eine niedrige Hürde. Besonders nützlich klingen die Beiträge zu Speichern und Lastmanagement, weil sie konkrete Anwendungen zeigen. Die Mitteilung nennt keine Zahl erwarteter Gäste und kein Detailprogramm mit Zeiten, wer teilnehmen will, sollte sich daher auf der Konferenzseite informieren.

