Dortmund – Die Dortmunder Polizei hat einen mutmaßlichen Fahrraddieb gefasst, und das gestohlene E-Bike ist wieder bei seinem Besitzer. Das teilte die Polizei Dortmund mit. Gegen den tatverdächtigen 32-Jährigen erließ ein Haftrichter einen Untersuchungshaftbefehl.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ereignete sich der Diebstahl gegen 12:30 Uhr an der Bornstraße bei einer Tankstelle. Der 54 Jahre alte Besitzer aus Dortmund hatte sein E-Bike nur kurz vor dem Kassenhaus abgestellt und war in die Tankstelle gegangen. Von drinnen sah er durch die Scheibe, wie sich ein Mann auf das Rad setzte und wegfuhr. Der Besitzer rannte hinterher, verlor den Mann aber aus den Augen.
Die Polizei startete sofort eine Fahndung. Zivile Einsatzkräfte entdeckten den Tatverdächtigen anhand der Personenbeschreibung an der Nordstraße, Ecke Mallinckrodtstraße. Er war dort mit dem gestohlenen E-Bike unterwegs. Nach einer kurzen Flucht nahmen die Beamten ihn fest.
Bei der Festnahme wehrte sich der Mann. Ein Polizeibeamter wurde dabei leicht verletzt.
Die Einsatzkräfte brachten den Tatverdächtigen zunächst in den Polizeigewahrsam. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dortmund wurde er anschließend einem Haftrichter vorgeführt, der den Untersuchungshaftbefehl erließ. Gegen den 32-Jährigen läuft nun ein Strafverfahren, ihm wird Diebstahl vorgeworfen. Das E-Bike konnte die Polizei danach an den Besitzer zurückgeben.
Was dahintersteckt
Wer sein Rad schützen will, sollte nach Angaben der Polizei auf ein stabiles Schloss aus hochwertigem Material setzen. Es sollte laut Polizei so groß sein, dass es beide Räder und den Rahmen zusammen mit einem festen Gegenstand verbindet. Akku und Display sollten ebenfalls gesichert oder mitgenommen werden. Versteckte GPS-Tracker schicken einen Alarm aufs Mobiltelefon, wenn das Rad bewegt wird, und übermitteln den Standort.
Eine individuelle Kennzeichnung, etwa eine Gravur, hilft, ein wiedergefundenes Rad dem Eigentümer zuzuordnen. Ein Fahrradpass hält Angaben wie Rahmennummer, Modell und Foto fest. Käufer sollten sich nach Ansicht der Polizei beim Erwerb eines gebrauchten Rades danach erkundigen.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass die Hausratversicherung Fahrräder gegen Einbruchdiebstahl absichert, etwa aus einem verschlossenen Keller oder einer verschlossenen Garage. Wird ein Rad draußen gestohlen, bietet der Grundtarif oft keinen oder nur eingeschränkten Schutz. Gegen einen höheren Beitrag lässt es sich aber mitversichern. Bei teuren E-Bikes empfiehlt die Verbraucherzentrale, mit dem Versicherer eine höhere Leistung zu vereinbaren oder eine spezielle Fahrradversicherung zu prüfen.
Unser Blick
Der Fall zeigt, wie viel von der schnellen Reaktion des Besitzers und der zügigen Fahndung abhing. Wer ein E-Bike besitzt, sollte vorsorgen. Ein gutes Schloss und ein Blick in die eigene Versicherungspolice kosten wenig Mühe. Offen bleibt, wie das Strafverfahren weitergeht. Bis dahin gilt für den Tatverdächtigen die Unschuldsvermutung.

