Gelsenkirchen – Nach einem Angriff mit einer Schusswaffe und einem Messer in Beckhausen ermittelt die Polizei Gelsenkirchen mit einer Mordkommission. Das teilten die Staatsanwaltschaft Essen und die Polizei Gelsenkirchen gemeinsam mit. Die Ermittler untersuchen weiterhin, was hinter der Tat steckt.
Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagabend, 22. Oktober 2026, gegen 19 Uhr, an der Horster Straße. Nach Angaben der Polizei gerieten dort ein 41 Jahre alter Gelsenkirchener und drei bislang unbekannte Tatverdächtige in Streit. Im Verlauf kam es zu einer Auseinandersetzung, bei der geschossen und mit einem Messer angegriffen wurde. Der 41-Jährige erlitt Verletzungen und suchte selbst eine Klinik auf. Aktuell schwebt niemand in Lebensgefahr.
In einem Wagen machten sich die Täter in Richtung Buer davon. Die Polizei wurde von Zeugen verständigt. Bislang führte die umgehend gestartete Fahndung zu keinem Ergebnis.
Die Polizei bittet um Hinweise von Zeugen, die etwas zum Ablauf der Tat oder zu den gesuchten Männern sagen können.
Das Wichtigste
- Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 11 unter 0209 365 7112 entgegen
- oder telefonisch unter 0209 365 8240 bei der Kriminalwache
Was dahintersteckt
Wer Opfer einer Gewalttat geworden ist, kann in Nordrhein-Westfalen staatliche Hilfe bekommen. Nach Angaben der Polizei NRW auf ihrer Website haben Opfer einer Gewalttat einen grundsätzlichen Anspruch auf Entschädigung. Die Voraussetzungen sind im Opferentschädigungsgesetz geregelt.
Zur Klärung möglicher Ansprüche verweist die Polizei NRW an den Landschaftsverband Rheinland in Köln oder den Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Münster. Für Beratung und Information haben die Landschaftsverbände die Telefonnummer 0800 654-654-6 eingerichtet, die für Anrufe aus dem Festnetz in NRW kostenlos ist.
Psychologische Hilfe ist ebenfalls vorgesehen: Opfer von Gewalttaten erhalten in Traumaambulanzen umgehend Beratung und bei Bedarf therapeutische Betreuung. Die Polizei kann Opfer direkt dorthin vermitteln. Laut Polizei NRW ist über Verträge mit den Versorgungsämtern sichergestellt, dass dafür keine Kosten entstehen.
Unser Blick
Die Mitteilung nennt Telefonnummern für Hinweise, beschreibt aber nur knapp, was sich zwischen den Beteiligten abgespielt hat. Das ist bei laufenden Mordkommissions-Ermittlungen nachvollziehbar. Wer am Abend an der Horster Straße etwas bemerkt hat, auch scheinbar Nebensächliches, sollte sich melden. Offen bleibt, was den Streit ausgelöst hat.

