Recklinghausen: Infoabend für künftige Pflegefamilien am 21. November

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Recklinghausen – Wer sich vorstellen kann, ein Kind in seiner Familie aufzunehmen, kann sich in Recklinghausen am Samstag, 21. November, informieren. Der Pflegekinderdienst der Stadt lädt dann zu einem Treffen für Interessierte ein. Es findet im Familienbüro an der Große Geldstraße 19 statt und dauert von 16 Uhr bis etwa 17.30 Uhr. Die Stadt Recklinghausen teilte mit, dass der Abend unverbindlich und kostenfrei ist.

Hintergrund ist die Arbeit des Jugendamts im Kinderschutz. Können Eltern aus gesundheitlichen oder sozialen Gründen Betreuung und Erziehung nicht sicherstellen und erleben die Kinder dadurch emotionale oder körperliche Vernachlässigung, sorgt das Jugendamt für deren Schutz und klärt, wie es für die Kinder weitergeht. Bis dahin leben die betroffenen Kinder vorübergehend in sogenannten Bereitschaftspflegefamilien. Möglich ist auch, sie danach in eine Dauerpflege zu vermitteln.

Fachkräfte des Pflegekinderdienstes wollen am Infoabend mehrere Fragen besprechen: Welche Voraussetzungen gelten für die Aufnahme eines Pflegekindes? Was geschieht nach der Aufnahme? Welche Unterstützung bieten der Pflegekinderdienst und andere Stellen? Wie laufen die Kontakte zur Herkunftsfamilie, was dürfen Pflegeeltern entscheiden, und wie geht es für das Kind weiter?

Eingeladen sind Einzelpersonen, Paare und Familien, die sich diese sehr anspruchsvolle Aufgabe vorstellen können. Außerdem berichtet an diesem Abend eine Pflegemutter mit langjähriger Erfahrung von ihrem Alltag mit Pflegekindern. Wer lieber persönlich sprechen möchte, kann individuelle Fragen auch in einem persönlichen Gespräch klären.

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Das Wichtigste

  • Termin: Samstag, 21. November, 16 Uhr bis ca. 17.30 Uhr
  • Ort: Familienbüro, Große Geldstraße 19
  • Teilnahme: kostenfrei und unverbindlich
  • Anmeldung: telefonisch bei Steven Schwermer, Pflegekinderdienst des Fachbereiches Kinder, Jugend und Familie, Telefon 02361/50-2262
  • Persönliches Gespräch: ebenfalls bei Steven Schwermer unter derselben Nummer

Was dahintersteckt

Der Pflegekinderdienst der Stadt sucht nach eigenen Angaben fortlaufend Personen, die ein Kind aufnehmen. Das können verheiratete, nicht verheiratete oder gleichgeschlechtliche Paare sein, aber auch Einzelpersonen. Pflegekinder sind laut Stadt Babys, Kleinkinder, Schulkinder oder Jugendliche. Für einen Teil der Kinder ist das Zuhause bei Pflegeeltern nur eine Übergangslösung auf Zeit, während andere bis ins Erwachsenenalter bleiben und von ihren Pflegeeltern adoptiert werden.

Zur Eignung schreibt die Stadt auf ihrer Website, Interessierte könnten in einem unverbindlichen Informationsgespräch klären, ob sie geeignet sind. Für das erste Gespräch müssen sie laut Stadt nichts mitbringen. Wer sich bewirbt, wird in weiteren Gesprächen auf die Aufnahme vorbereitet. Auch Hausbesuche sind möglich, damit die Fachkräfte einen Eindruck vom Umfeld bekommen.

Beratung und Begleitung durch den Pflegekinderdienst sind laut Stadt kostenfrei. Nach der Aufnahme eines Kindes beginnt demnach meist eine langjährige Zusammenarbeit zwischen Familien und Fachkräften. Im Rahmen der Hilfeplanung wird fortlaufend über den Hilfebedarf und mögliche zusätzliche Leistungen gesprochen. Eine Broschüre der Stadt informiert über zusätzliche finanzielle Hilfen für Pflegeeltern.

Unser Blick

Der Abend senkt die Hemmschwelle: Wer unsicher ist, ob er oder sie überhaupt geeignet wäre, kann Fragen stellen, ohne sich festzulegen. Besonders wertvoll ist der Bericht der erfahrenen Pflegemutter, weil er den Alltag zeigt. Offen bleibt in der Mitteilung, wie viele Familien aktuell gesucht werden.

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